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Aktuelle News

European Premium Cup Pontevedra (22.05.2009)

Die Anreise nach Spanien hat schon recht chaotisch begonnen. Nachdem mein VW Beatle mit 2 Radtaschen und 2 Deutschlandtaschen und Rucksäcken voll bis obenhin war, machten wir uns zu zweit auf den Weg zum Stuttgarter Flughafen. Das erste Unglück geschah, als wir durch mehrere "Verfahrer" (trotz Navi, oder gerade deshalb - ich fuhr fast bis Zentrum Stuttgart!) und Staus so viel Zeit verloren, dass wir eine Minute vor dem schließen des Vorabend Check-In dort ankamen. Dank meiner Freundin, die schon früher dort war und die Dame am Schalter "bei Laune" hielt durften wir auf den letzten Drücker doch noch einchecken. Das war auch gut so, wie sich später herausstellte.

Übernachtet wurde in der Nähe des Flughafens bei meiner Freundin. Der Flieger ging früh morgens. Mit viel Reservezeit schipperten wir also am nächsten morgen los. Der nächste Zwischenfall war schon in Sicht, als wir kaum auf der Schnellstraße in einem Meer von Autos standen und nur millimeterweise vorankamen. Wir standen und standen und standen… bis unsere Reservezeit abgelaufen war- bis 30 min. vor Abflug. Dann ergriff der Vater meiner Freundin die Initiative und raste schließlich bis zum Terminal auf dem Standstreifen an Allen vorbei: Hätten wir nicht schon am Abend eingecheckt, dann hätten wir den Flieger nicht mehr erwischt. Wiedermal auf den letzten Drücker saßen wir heilfroh im Flugzeug - schlimmer kann' s ja nicht mehr werden dachte ich …

Ohne weitere Zwischenfälle kamen wir im Hotel in Pontevedra an. Wie soll' s auch anders sein- dort erwartete uns die nächste Überraschung: ich hatte ein 3 er Zimmer mit Halbpension gebucht und bezahlt- an der Rezeption gab es aber nur ein Einzelzimmer mit Vollpension auf meinen Namen! Ich kochte vor Wut …mit Händen und Füßen versuchte ich mit den Spaniern zu diskutieren- aber die wollen einen ja meistens gar nicht verstehen! Doch nach einigem hin und her konnte ich auch diese Hürde meistern.

Den Tag vor dem Rennen verbrachte ich mit Shoppen und Kaffee trinken. So konnte ich die über die letzten Tage angestaute Spannung wieder ablassen. Nun war es also so weit- ich wurde von prasselndem Regen geweckt -wie immer der erste Schock- Gedanke: Heute ist der Wettkampf, der zweite Schock: es schüttet wie aus Eimern und die Temperaturanzeige zeigt 7 Grad! Wer mich kennt, weiß dass das alles andere als optimal für mich "Sonnenkind" ist! Mich graute schon vor die Tür zum Einlaufen zu gehen.

Unter meinen WK- Anzug zog ich ein langes Funktionsshirt an, aufs Rad klebte ich Handschuhe und in den Flaschenhalter stopfte ich die Regenjacke. Der Regen machte keine Anstalten aufzuhören und zu allem Übel hatte der Fluss auch nur 13 Grad. Wie vorherzusehen, hatte ich schon beim Schwimmen Probleme mit der Kälte- alles war taub- doch ich schaffte es nach 1,5km aus dem Wasser zu klettern. Auf dem Rad zog ich sofort alles an, was ich vorbereitet hatte - das war meine Rettung! Leider hatte ich keine Hose angezogen - ich dachte meine Beine brechen ab vor Kälte ( aber wer hat denn schon mal einen Triathleten mit Hose im WK gesehen?) Ich befand mich nach dem Schwimmen in der 2-ten Gruppe, hinter den schnellsten Schwimmern - für die Verhältnisse war ich zufrieden! Beim Radeln hieß es für mich nur: durchkommen und nicht vom Rad fallen (nach einem kurzen Hagelschauer war ich mir dessen nicht mehr so sicher) Ich konnte keinen Druck machen, doch nach einigem Hadern mit meinem inneren Schweinehund quälte ich mich durch.

Als ich die Radschuhe auszog schossen mir Krämpfe in die Oberschenkel - ich schaute kurz nach meinen Zehen und war geschockt - kreideweiß, ohne Lebenszeichen. Dementsprechend lang dauerte es auch, bis ich meine Laufschuhe anbekam- die Zehen wollte einfach nicht in den Schuh. Schließlich lief ich einfach mit verkrüppelten Zehen los, was dann passiert ist weiß ich nicht mehr. Erst an dem dritten Laufkilometer kann ich mich wieder erinnern- ich legte an Tempo zu und überholte noch einige. Mit dem zweitbesten Laufsplit wurde ich schließlich Siebte. Die Schnellen Schwimmer hatten am Rad zu viel Zeit herausgefahren, so dass ich diese leider nicht mehr einsammeln konnte. Im Ziel war ich heilfroh angekommen zu sein und überlebt zu haben. Das war hardcore - schlimmer geht's nimmer! Ich hätte nicht gedacht, dass ich diese arktischen Bedingungen aushalte. Dafür blieb ich den ganzen restlichen Tag im warmen Bett. Und da bleibe ich auch bis zum nächsten Wettkampf - Gladbeck folgt am Sonntag, 24. Juni …

Arktische Grüße Rebecca

Fazit: Luft: 7 Grad
Wasser: 13 Grad
Regen/ Hagel/ Wind


Wintertraining und erste Wettkämpfe in 2009 (31.11.2008)
Nach kurzer Regenerationsphase im Oktober habe ich nun die ersten 4 Belastungswochen hinter mir - das war echt hart!.

Meine Plannungen für die Wintermonate:

  • 1.-2. Dezember 2008: Komplexe Leistungsdiagnostik beim IAT in Leipzig
  • 10.-18. Dezember 2008: Trainingslager mit Langlauf in Sonthofen (Allgäu)
  • 6.-12. Januar 2009: Team-Sprint-Wettkampf in Brasilien
  • 13.-28. Januar 2009: Klimalehrgang auf Fuerteventrua


    Video-clip IAT Leipzig (04.02.2008) Abbruch-Lauf

    Bronze bei WM in Hamburg - einfach das Größte

    Premiere im Weltcup - Kitzbühel

    10. DM - Titel in München

    Vizemeisterin bei EM in Kopenhagen

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